Informationen für Frauen und Mädchen
die Opfer einer Vergewaltigung/sexuellen
Nötigung geworden sind.
Wenn nichts mehr so ist, wie es war ...
Vergewaltigung

Eine Vergewaltigung / sexuelle Nötigung ist ein traumatisches Erlebnis.
Das schlimmste an einem sexuellen Übergriff ist die Gewalt, die (Todes-) Angst und Hilflosigkeit, die die Frauen erleben.

Die Täter sind den Frauen zum überwiegenden Teil bekannt, nur wenige sind Fremdtäter.

Unabhängig davon, ob der Täter ein Fremder, ein Bekannter oder der eigene Lebenspartner ist, wird betroffenen Frauen häufig eine Mitschuld unterstellt (Frau war nachts allein unterwegs, war aufreizend angezogen, hat sich nicht genug gewehrt u.s.w.).
Keine Frau trifft die Schuld an einer Vergewaltigung!

Kein Mann hat das Recht, sich einer Frau mit Gewalt zu nähern, es gibt dafür keine akzeptablen Gründe oder Entschuldigungen.

Folgen - Probleme und Gefühle nach einer Vergewaltigung/ sexuellen Nötigung

Eine Vergewaltigung löst bei Betroffenen einen schweren Schock aus. Alle Frauen und Mädchen leiden eine Zeit nach dem Übergriff unter körperlichen und psychischen Problemen, diese sind allerdings in ihrer Art, Dauer und Schwere verschieden.
Ausführlichere Information siehe rechte Seite als pdf-Datei.

Hilfsmöglichkeiten - welchen Weg kann ich gehen?

Viele Frauen haben nach einer Vergewaltigung Angst, davon zu erzählen. Sie fühlen sich schmutzig, schuldig, schämen sich und befürchten, dass ihnen nicht geglaubt wird.

Suchen Sie sich jemanden dem Sie vertrauen, der Ihnen glaubt. Das kann eine Freundin, eine Ärztin, eine Anwältin, ein Verwandter oder eine Fachfrau sein.
Beratungsstellen haben den Vorteil, dass die Mädchen und Frauen anonym bleiben können und die Mitarbeiterinnen Erfahrung im Umgang mit sexueller Gewalt haben.

Anzeige erstatten?

Viele Frauen sind sich nicht sicher, ob sie eine Anzeige erstatten sollen. Sie haben Zeit, darüber nachzudenken und vor der Anzeige mit einer Vertrauensperson oder einer Fachfrau zu sprechen.
Falls Sie sich nach einer Vergewaltigung entscheiden, die Polizei anzurufen, können Sie darauf bestehen, von einer weiblichen Beamtin vernommen zu werden.
Wenn es möglich ist, suchen Sie nach der Vergewaltigung sofort eine Ärztin oder ein Krankenhaus auf, um Beweismittel zu sichern. Bewahren Sie auch Kleidung u.ä. auf, waschen Sie sich und die Kleidung nicht.
Eine Anzeige ist aber auch noch lange Zeit nach der Tat möglich.
Es besteht die Möglichkeit der anonymen, gerichtsverwertbaren Beweissicherung über das Netzwerk „pro Beweis“. Nähere Informationen hierzu sind auf der Homepage der Medizinischen Hochschule Hannover zu finden. Dort sind die Standorte in der Umgebung aufgeführt.

Weitere wichtige Informationen zum Thema Vergewaltigung

Falls eine Frau nach einer Vergewaltigung nicht weiß, wohin sie gehen soll, weil sie z. B. nicht in ihre Wohnung zurück will, kann sie in einem Frauenhaus unterkommen. Dort ist meist Tag und Nacht jemand erreichbar, die Telefonnummer findet sich im Telefonbuch.
Bei der Überlegung, zu einer Anwältin zu gehen, sollten Sie sich keine Sorgen um die Kosten machen: Es steht Ihnen kostenloser rechtlicher Beistand zu, die Anwältin wird eine Regelung mit Ihnen besprechen.

Die Mitarbeiterinnen der Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt informieren neben betroffenen Frauen und Mädchen auch Vertrauenspersonen und Fachkräfte. Sie können mit uns außerdem über Präventions- und Gegenwehrmöglichkeiten sprechen. Telefonisch erreichen Sie uns am besten
Dienstags : 10.00 – 13.00 Uhr
Donnerstags : 14.00 –15.30 Uhr
Außerhalb dieser Zeiten können Nachrichten auf dem Anrufbeantworter hinterlassen werden.

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